Stacks Image 4
Stacks Image 133

Stacks Image 43
Legende der Flöte (Northern Cheyenne)
Die Flöten wurden von einzelnen Männern des Northern Cheyenne Volkes gespielt.

 Um mit der Musik Ihre Männlichkeit darzustellen und die jungen Frauen Ihrer Träume zu beeindrucken spielten sie die Flöten.

Diese Flötenlieder wurden Wolfsongs (Wolfslieder) genannt. Wahrscheinlich versuchte man den Wolfsgesang nachzuahmen. Die Lieder hatten Titel in der Cheyenne Sprache wie Liebesruf usw. Ein Lied hatte Worte die den Pferdebach lobten in Erinnerung an den Platz an dem die Cheyenne das Pferd das erste mal sahen. Einige Lieder hatten Worte der Ermutigung für einen Krieger auf einer Kriegsreise. Es gab Lieder für eine gückliche Heimkehr von einer Kriegsreise.

Das Bauen einer Flöte erfordert das Geschick den richtigen, geraden, trockenen Zedernast zu finden, das Holz zurechtzuschneiden und mit einem getrockneten Lederriemen zusammenzubinden. Die fünf bzw. sechs Löcher werden dann in das Rohr  gebohrt um verschiedene Töne spielen zu können. Flöten wurden auch aus den Beinknochen eines Elks (Wapiti) gemacht.

Ein Cheyenne namens Zwilling, der in einer Nacht auf dem Rückweg von einer Jagdtour im Powder River Gebiet war empfing eine Elkknochenflöte als Gabe von einem Elk-Bullen.

Er machte Beute.  Als die Nacht Ihn zwischen den Sandfelsen überfiel campierte er unter einer Sandsteinwand. Er lud das Fleisch von seinem Pferd und ließ es für die Nacht grasen. Da höhrte er einen fernen Elkruf und der Ruf kam näher. Schließlich höhrte er eine Weile nichts mehr. Dann höhrte er Schritte über sich. Jemand sagte zu Ihm er solle Ausschau nach einer Elkknochenföte in Salbei eingewickelt halten.

Es wurde Ihm gesagt die Flöte als Gabe vom Elk anzunehmen und mit nach Hause zu nehmen. Dann war Stille und er hörte den Elkruf wieder von Ferne in der Nacht.

Als er sich am Morgen fertigmachte weiterzureisen fand er die in Salbei eingewickelte Elkknochenflöte am Boden welche er mit nach Hause nahm. Er mag die Flöte gespielt haben bevor er starb.

Als er starb wurde die Flöte von einem seiner Verwandten unter einem Steinhaufen vergraben. Sie mag immer noch dort sein, irgendwo entlang eines Kliffs östlich vom Otter - creek.


Herber Hollowbreast hat diese Geschichte Ron FireCrow erzählt, mit dessen Erlaubnis ich sie hier veröffentlicht habe!


Stacks Image 49
Flötengeschichte (Lakota)
 
Eine Indianische Flöte ist eine Gabe von Mutter Natur.
Es wird erzählt, das die erste Flöte durch einen kleinen Indianerjungen der sich verirrt hatte und allein im Wald
wanderte zu uns kam. Es war tief im Wald und der Große Geist sah ihn.

Weil er Mitleid mit Ihm hatte entschloß er sich ihm ein Geschenk zu machen damit er nicht mehr allein sein würde.

Vom Himmel schickte er einen kleinen Vogel der sich auf den hohlen Ast eines großen Baumes setzte. Darunter im Schatten des Baumes saß der Indianerjunge. Als der frische Nordwind durch den hohlen Ast wehte entstand ein Geräusch das der Indianerjunge nie zuvor gehört hatte. Als er hinauf sah, sah er den Vogel hoch oben im Baum sitzen.

Nun begann der Vogel Löcher in den Ast zu picken und mit jedem Loch das der Vogel machte, änderte sich die Höhe jeder Note obwohl der Wind stetig blies. Der kleine Indianerjunge erkannte das das wunderschöne Geräusch aus dem hohlen Ast kam und ein Geschenk des Großen Geistes war. Vorsichtig kletterte er auf den Baum um den Ast zu erreichen und sanft brach er ihn ab. Er blies in den Ast wie es der Nordwind getan hatte und imitierte das Geräusch. Später als er seine Leute wiederfand erzählte er ihnen von seinem wundervollen Geschenk.

So wurde die Flöte vom Großen Geist zu uns gebracht und deshalb sitzt immer ein kleiner Vogel auf ihr

© 2019 Ambros Göller
Stacks Image 113
Stacks Image 111
Stacks Image 118
Stacks Image 116
Stacks Image 123
Stacks Image 121
Stacks Image 128
Stacks Image 126